Shared Reading - ein Kommunikations-Booster

30.04.2025

In unserer schnelllebigen, digitalisierten Welt hetzen wir von To-do-Liste zu To-do-Liste, von Meeting zu Meeting. Kommunikation? Meist effizient, oft funktional, selten verbindend. Und genau hier kommt eine Methode ins Spiel, die so einfach wie genial ist — und doch völlig unterschätzt wird: Shared Reading.

 

Was ist Shared Reading?

Shared Reading bedeutet, gemeinsam in einer Gruppe einen Text zu lesen — meistens laut. Das kann ein Gedicht, ein Ausschnitt aus einem Roman oder eine Kurzgeschichte sein. Danach tauscht man sich darüber aus: Was hat mich berührt? Welcher Satz klingt noch nach? Was hat mich irritiert, inspiriert oder sogar getröstet?

Keine Literaturkritik, kein Leistungsdruck. Es geht nicht darum, das „Richtige“ zu sagen, sondern zu teilen, was ein Text in uns auslöst.

 

Warum Shared Reading so viel mehr ist als gemeinsames Lesen

Das Magische daran: Literatur wird zur Brücke zwischen Menschen. Über Worte, die wir gemeinsam hören und fühlen, entsteht ein Raum, in dem wir einander wirklich begegnen. Plötzlich öffnen sich Menschen, die sonst im Alltag kaum miteinander sprechen würden. Es werden Erfahrungen geteilt, Gedanken formuliert, die ohne diesen Impuls vielleicht nie ausgesprochen worden wären.

 

📣 Shared Reading und Kommunikation — eine unschlagbare Kombination

Und hier wird’s spannend: Shared Reading fördert nicht nur das gemeinsame Erleben, sondern verbessert auch ganz konkret unsere kommunikativen Fähigkeiten. Warum?

  • Aktives Zuhören: Während eine Person liest, hören alle anderen aufmerksam zu — ein rares Gut in einer Welt voller Unterbrechungen.
  • Resonanz statt Reaktion: Nach dem Lesen geht es darum, zu spüren, was ein Text in einem selbst auslöst — nicht, um direkt zu bewerten, zu analysieren oder zu widersprechen.
  • Wertschätzender Austausch: Jeder Beitrag ist willkommen. Es gibt kein „falsch“. Das trainiert Offenheit und Empathie.
  • Verständigung über Emotionen: Oft fällt es Menschen leichter, über einen Text von Gefühlen zu sprechen, als direkt über sich selbst. Shared Reading wird so zur indirekten Form von Selbstoffenbarung und Beziehungsstärkung.

 

📌 Einsatzmöglichkeiten im privaten und beruflichen Umfeld

 Privat:

  • Als Abendritual in der Familie oder mit Freunden.
  • In Lesezirkeln oder bei Online-Treffen.
  • In schwierigen Lebensphasen als Kraftquelle und Gesprächsanlass.

 Beruflich:

  • In Teamsitzungen, um einen anderen Gesprächsraum zu öffnen.
  • In Führungskräftetrainings, um Themen wie Empathie, Perspektivwechsel und werteorientierte Kommunikation zu stärken.
  • In Change-Prozessen, um schwierige Themen auf einer indirekten, emotionalen Ebene anzusprechen.
  • In Coaching-Sessions als Methode zur Selbstreflexion und Ressourcenaktivierung.

 

Ein Beispiel:
In einem Unternehmen, das ich begleite, wurde vor einem anstehenden Restrukturierungsprozess ein kurzer Text über Veränderung und Neuanfang vorgelesen. Die Mitarbeitenden waren eingeladen, ihre Gedanken dazu zu teilen. Ergebnis: ein offener, ehrlicher Dialog, der den Boden für die eigentlichen Veränderungsgespräche bereitete — menschlich, verbindend, und mit einem völlig neuen Kommunikationsklima.

 

Warum wir genau jetzt mehr Shared Reading brauchen

Weil wir Kommunikation verlernt haben, die wirklich verbindet. Shared Reading bringt uns zurück zu dem, was gute Kommunikation ausmacht: Zuhören, Anteil nehmen, sich berühren lassen, Resonanz spüren. Und das ganz ohne digitale Filter und Meeting-Agenda.

 

📌 Meine Empfehlung für dich

Such dir einen Text, der dich berührt — ein Gedicht, ein Märchen, ein Auszug aus einem Roman. Lies ihn mit anderen. Lass ihn wirken. Und dann rede darüber. Nicht um zu bewerten, sondern um zu teilen.

Ich verspreche dir: Das verändert Gespräche. Und Verbindungen.

 

Willst du wissen, wie du Shared Reading in deinem Team, deinem Unternehmen oder deinem privaten Umfeld einsetzen kannst?


Lass uns sprechen. Ich habe Ideen, Formate und eine ganze Sammlung an Texten, die nicht nur gelesen, sondern erlebt werden wollen.

 

Alle tun´s. Keiner redet drüber. Kommunikation!

Reden wir mal drüber… oder lieber nicht? 
Warum Kommunikation überall wichtig ist, aber keiner sie wirklich bespricht...

07.04.2025

Kommunikation ist das Fundament jeder Beziehung.
Ob in Unternehmen, Vereinen oder Partnerschaften – ohne sie geht gar nichts.
Und trotzdem, wird über alles gesprochen – nur nicht über Kommunikation selbst.

 Warum eigentlich nicht?

Weil Kommunikation zu nah an uns dran ist.
Wir reden den ganzen Tag. Schreiben Mails. Geben Anweisungen. Hören zu. Unterbrechen. Nicken.
Und denken: „Läuft doch!“  >   Bis es eben nicht mehr läuft.

Im Unternehmen kracht's im Team.
Im Verein gibt’s Drama beim Sommerfest.
In der Partnerschaft herrscht Funkstille – aber mit WLAN.

Und wenn du dann sagst:
„Lasst uns mal über unsere Kommunikation sprechen!“
kommt oft ein Blick, als hättest du vorgeschlagen, gemeinsam einen Steuerbescheid rückwärts auf Latein zu interpretieren.

 Denn wer über Kommunikation spricht,
– muss sich mit sich selbst auseinandersetzen,
– braucht Ehrlichkeit,
– und muss vielleicht zugeben: „Ich war nicht klar genug.“

Uff. Unbequem.

Jetzt kommt der Perspektivwechsel: Was Kinder besser machen als wir

Stell dir eine Gruppe Kinder beim Spielen vor.
Eines sagt: „Wir bauen eine Rakete!“
Das andere fragt: „Wie geht das?“
„Weiß ich nicht – wir probieren einfach!“

Zack. Kommunikation mit Klarheit, Emotion, Ziel.

Keiner schämt sich zuzugeben, etwas nicht verstanden zu haben.
Es wird einfach gefragt, ausprobiert, gelacht.

Wenn was schiefläuft? „Dann machen wir’s anders.“

Kinder reden nicht über Kommunikation – sie machen sie einfach richtig.

Und wir Erwachsene?
Wir verpacken Botschaften in Phrasen, schweigen über Konflikte und hoffen, dass der andere schon weiß, was gemeint ist.

Spoiler: Weiß er oft nicht.

 

Was wir davon lernen können – hier kommen ein paar schnelle Tipps für echte Resonanz:

  1.  Sag öfter mal ehrlich: „Ich habe das nicht verstanden – kannst du’s nochmal sagen?“
    → Das ist keine Schwäche, das ist kluge Kommunikation.
  2. Frag nach, bevor du bewertest.
    → „Wie meinst du das?“ rettet mehr Gespräche als jedes Feedbacktool.
  3. Beobachte dich selbst beim Reden.
    → Bist du gerade verständlich oder versendest du Rauchsignale?
  4. Kommunikation ist kein Monolog.
    → Wer nur sendet, wird irgendwann nicht mehr empfangen.
  5. Ein bisschen Humor schadet nie.
    → „Ich hab’s gesagt, aber nicht verständlich. Also… Neustart mit mehr Hirn und Herz.“

 Fazit:

Kommunikation ist keine Superkraft – sie ist lernbar, menschlich, veränderbar.
Sie verbindet, klärt, motiviert – wenn wir sie bewusst einsetzen.
Und ja, manchmal reicht ein kindlich-ehrliches „Ich versteh nur Bahnhof“, um wieder auf Spur zu kommen.

 

In diesem Sinne:
Reden wir drüber. Aber diesmal so, dass’s auch ankommt.

 

Energie & Resonanz – Warum manche Gespräche beflügeln und andere nur heiße Luft sind

02.04.2025

Kennst du das? Du erklärst etwas mit voller Überzeugung – und dein Gegenüber schaut, als hättest du gerade in einer fremden Sprache gesprochen.

Null Resonanz. Kein Funke springt über.

Statt Begeisterung erntest du leere Blicke oder, noch schlimmer, ein gelangweiltes Nicken.

Willkommen in der Welt der energielosen Kommunikation!

 

Was ist Resonanz – und warum brauchen wir sie?

Kommunikation ist mehr als Worte. Sie ist Energie, die zwischen Menschen fließt.

Gute Kommunikation kann motivieren, inspirieren und Menschen mitreißen.

Schlechte Kommunikation? Die verpufft wie ein angezündetes Streichholz im Sturm. Ohne Resonanz bleibt alles leere Worthülse – egal, ob im Unternehmen, im Team oder im privaten Gespräch.

 

Consulting: Strategie mit Energie statt PowerPoint-Friedhof

In der Unternehmenswelt ist Resonanz entscheidend. Es reicht nicht, wenn Führungskräfte eine Strategie präsentieren – sie muss so vermittelt werden, dass Mitarbeitende sie verstehen, annehmen und mittragen. Ich helfe dabei, Kommunikationsstrukturen zu schaffen, die nicht nur gehört, sondern auch gefühlt werden. Denn erst, wenn Worte Energie haben, entstehen echte Veränderungen.

 

Coaching: Wie kannst du Resonanz für dich nutzen?

Hier sind drei einfache Schritte, um deine Kommunikationsenergie gezielt einzusetzen:

Verstehe deine eigene Wirkung – Was strahlst du aus? Bist du motivierend oder eher der Typ „graue Wolke“? Ein ehrlicher Blick auf deine Kommunikationsenergie hilft enorm.

Steuere deine Resonanz bewusst – Achte darauf, wie du auf andere eingehst. Spreche ich mit Energie? Höre ich wirklich zu? Wer Resonanz erzeugt, wird gehört.

Nutze gezielte Kommunikation – Unklare Botschaften erzeugen Frust. Klare Worte, gute Struktur und ein bisschen Emotion machen den Unterschied.

 

Wenn Resonanz mal nach hinten losgeht…

Beispiel aus dem echten Leben: Ein Führungskräfte-Workshop.

Der Coach spricht über klare Kommunikation.

Ein Teilnehmer meldet sich: „Also ich erkläre meinen Leuten immer ganz genau, was sie tun sollen – verstehen tun sie es trotzdem nicht.“

Ich frage: „Und wie erklärst du es?“

Er: „Na, sachlich und direkt.“

Ich: „Wie ein Einkaufszettel?“

Er (nach kurzem Zögern): „Ja, so ungefähr.“

Ich: „Und wie motivierend ist dein Einkaufszettel für dich?“

– Stille. Dann Lachen. Aha-Moment.

 

Kommunikation ist Energie!

Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Wer mit seiner Sprache Energie gibt, bekommt Resonanz zurück. Und wer bewusst mit seiner Kommunikationsenergie umgeht, kann nicht nur Klarheit schaffen, sondern echte Wirkung erzielen.

Also, weniger Einkaufszettel, mehr Begeisterung!

 

Wo kannst du deine Kommunikationsenergie heute gezielt einsetzen?

 

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